Rezension: „Nemesis“ von Anna Banks

15215787_1345147548850417_1405585573_oInhalt:

Prinzessin Sepora ist auf der Flucht: Ihr Vater will sich mithilfe ihrer einzigartigen Gabe zum Herrscher über alle fünf Königreiche aufschwingen. Um das zu verhindern, taucht sie im verfeindeten Theoria unter, wo sie unfreiwillig als Dienerin am Königshof landet. Prompt verliebt sie sich in den jungen, smarten König Tarik – und steht schon bald vor einer folgenschweren Entscheidung: Ist sie bereit, ihren Gefühlen nachzugeben und Tarik die Wahrheit über ihre Herkunft zu verraten?

Da ich finde, dass die englische Zusammenfassung noch etwas mehr hergibt und ich das Buch auch auf Englisch gelesen habe, hier auch noch mal:

Princess Sepora of Serubel is the last Forger in all the five kingdoms. The spectorium she creates provides energy for all, but now her father has found a way to weaponize it, and his intentions to incite war force her to flee his grasp. She escapes across enemy lines into the kingdom of Theoria, but her plans to hide are thwarted when she is captured and placed in the young king’s servitude.

Tarik has just taken over rulership of Theoria, and must now face a new plague sweeping through his kingdom and killing his citizens. The last thing he needs is a troublesome servant vying for his attention. But Mistress Sepora will not be ignored. When the two finally meet face-to-face, they form an unlikely bond that complicates life in ways neither of them could have imagined.

Sepora’s gift may be able to save Tarik’s kingdom. But should she risk exposing herself and her growing feelings for her nemesis?

Meine Meinung:

Vor Kurzem habe ich „Nemesis“ von Anna Banks beendet. Das Buch war in der Fairyloot Box des Monats November („Royals & Rogues“) und somit kein planmäßiger Wunschkauf von mir. Wenn ihr euch noch nicht mein Unboxing der November Box angesehen habt, könnt ihr das hier tun!

Ich muss ja gestehen, ich lese eher selten Bücher, die ich nicht auch wirklich selbst haben möchte. Bei geschenkten oder außerplanmäßigen Büchern besteht schon mal die Gefahr, dass sie mich vielleicht nicht so packen. Aber der Inhalt von Nemesis hat mich schon neugierig gemacht. Außerdem finde ich das Cover schön, wenn auch nicht perfekt. Es hat einen metallischen Schimmer. Auch wenn „echte“ Personen auf dem Cover immer so eine Sache sind, finde ich es in diesem Fall trotzdem ganz gelungen. Und wenn das Buch schön ist, habe ich gleich mehr Lust, es zu lesen. Übrigens werde ich hier nicht spoilern, sondern nur ein paar meiner Gedanken anreißen.

Nemesis spielt in einem ägyptischen Setting, was ich persönlich sehr spannend finde und bisher auch noch in keinem anderen Buch gelesen habe. Auch in anderen Punkten kann man diesem Buch nicht vorwerfen, dass es von anderen Geschichten abgekupfert ist, was ich sehr erfrischend finde. Nagut, Königreiche gibt es in einigen Büchern, aber da kann man eben nicht das Rad neu erfinden. Allerdings ist diese Sache mit den Königreichen in meinen Augen immer wieder super spannend. Ich hätte mir jedoch eine Karte zu Beginn des Buches gewünscht. Da sehr viele Orte genannt werden, ist es dann doch etwas kompliziert, die Orte miteinander in Verbindung zu bringen und sich ohne Karte vorzustellen, was wo liegt.

Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Sepora und Tarik erzählt, was ich wahrscheinlich zuletzt bei der Legend Trilogie gelesen habe. Die Sepora Kapitel werden jedoch in der ersten Person erzählt, die Tarik Kapitel in der dritten Person. So konnte man immer wissen, was gerade auf beiden Seiten passiert. Das hat die Geschichte spannender und abwechslungsreicher gemacht. Nicht zuletzt durch die Ich-Perspektive ist man Sepora als Leser(in) doch etwas näher als Tarik und ich muss sagen, ich mochte Sepora sehr gern. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, ist willensstark und dazu noch total badass. Nun gut, es gibt weibliche Hauptfiguren, die schlagfertig, quengelig und unfassbar nervig sind. Das war bei Sepora jedoch keinesfalls so. Im Gegenteil, sie hat die Story sehr unterhaltsam gemacht.

Sehr gut haben mir auch die Wesen gefallen, die es in Nemesis gibt. Zu Beginn hatte ich leichte Schwierigkeiten damit, dass das Buch so High Fantasy ist, das hat sich aber schnell gelegt. Es gibt „winged serpents“, also geflügelte Schlangen (?), die in Seporas Königreich als Reittiere genutzt werden. Und Tarik besitzt sozusagen eine riesige Katze als Haustier. In einem Fluss wiederum gibt es Wesen, die eine Mischung aus Fisch und Mensch und zudem noch unfassbar tödlich sind. Außerdem gibt es noch die „Lingots“ – das sind nicht direkt Wesen, jedoch Menschen, die erkennen können, ob jemand die Wahrheit spricht. An Fantasie mangelt es hier also nicht.

Der Schreibstil war angenehm, das Ganze war gut lesbar, jedoch auch nicht herausragend. Mein größtes Problem mit dem Buch war aber, dass es nur sehr langsam in die Gänge kommt und ich insgesamt das Gefühl hatte, dass fast nichts passiert ist. Wenn es der erste Teil einer Reihe ist, muss zwar immer viel Einführung sein, trotzdem hätte man das sicherlich etwas spannender gestalten können. Die Kapitel verstreichen und die Handlung kommt kaum voran. Erst auf den letzten 100 Seiten etwa hat es mich dann doch gefesselt und unterhalten. Ein Großteil der Sepora Kapitel besteht daraus, dass sie durch die Gegend läuft. Zwar gibt es immer mal wieder spannende Details und natürlich trägt auch das Setting seinen Teil dazu bei, trotzdem ist Nemesis wohl eher ein „Slowburner“.

Insgesamt habe ich Nemesis irgendwas zwischen 3,5 und 4 Sternen gegeben. Wenn man sich darauf einlässt und Lust hat, ist es sicherlich eine gute Unterhaltung. Trotzdem ist es keins der Bücher, die man unbedingt gelesen haben muss. Anders als andere Bücher auf dem Markt ist es aber allemal! Wer Lust auf etwas High Fantasy hat, kann damit nichts falsch machen.

Auf Deutsch erscheint das Buch am 13. Juni 2017 unter dem Titel „Nemesis – Geliebter Feind“.

 

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